Donnerstag, 2. April 2015
Mittwoch, 8. Oktober 2014
Montag, 6. Oktober 2014
HIV-POSITIVE MANIFESTO II MMXIII - text
unten folgt ein repost eines eintrages vom letzten sommer gerade vor dem kreuzberger tcsd bzw. vom 24. juni 2013. der schwedische blog ist leider sozusagen im internet vergriffen, weshalb ein repost sich lohnt. der text fasst meinen damaligen standpunkt zusammen und sollte deswegen für die internetische ewigkeit erhalten werden. viel spaß beim lesen!
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I was going to hand out this manifesto saturday at the local pride parade but ended up staying home, since I wasn't able to endure the world outside for some days. Things that happen. For the handing out of my first hiv-positive manifesto, I chose Roller Girl's song "Dear Jessie" ("running through the love parade..." "...see the roses, raining on the love parade...") as soundtrack. This time, I had Cicciolinas hymn to transgression on my mind when writing the manifesto:
The lyrics from the first verse and the corus:
Sola lungo la strada,
vestita di mie fantasie,
mi sento diversa
mi riscaldo e divento perversa.
(All alone in the streets // Dressed in my fantasies // I feel different // I'm warming up and turn perverse)
Sento il fuoco che mi brucia le vene
sotto la pelle un vulcano mortale,
la mia guerra privata l'ho già vinta
sono sopra di te.
(I'm feeling the fire that burns my veins // Unter my skin a mortal vulcane // My own private war, I've won it // I'm standing above you)
Un inno alla trasgressione
è come un angelo
è come ranx xerox nel suo frigidaire
è come un angelo
che corre lungo la strada
mi skizza in faccia e vola via, vola via!
(A hymn to the transgression // It's like an angel // It's like ranx xerox in his fridge // It's like an angel // That runs along the streets // And cums over my face and flies away, flies away)
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Walk with someone playing the track from a boom box behind you while handing out the manifesto. You will feel dazzling.
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If my first manifesto was more descriptive in character, this one has its focus on action:
End HIV-stigma" seems to have evolved into a commonplace phrase such as "smash capitalism/sexism/everything". As with all speech, these things won’t come to pass just by saying them. This is how we propose to proceed:
1.Realise that stigma is a moral notion - stigma won't end if you don't work through the moral frameworks that perpetuate it. The following issues need to be addressed in a judgement-free manner: a) seroconversion (becoming hiv-positive)
b) Management of HIV+ status (towards others and yourself)
2.Your body = Your responsibility.
Realise that judging others for not adhering to your levels of risk, i.e. projecting your moral on to others, won't stop you from getting infected with HIV.
3. Leave describing what living with HIV is to the HIV-positive. We havve enough people trying to dictate to us what to and not to do.
4. Ask yourself : Does disclosure of HIV status actually matter for me?
5. Ask yourself how a positive status would matter for future relationships.
6. Imagine yourself as HIV+ (if it already doesn't apply to you).
7. Get used to the fact that sexual risk is ubiquitous and learn how to reduce it as much as possible. Realise that the blanket exclusion of HIV+ people won't help. In fact, the most safe you can get - with or without a condom - is to fuck with someone positive with an undetectable viral load, since the chances are none to successfully pass on virus via sexual intercourse.
8. Medical advances have resulted in more than ”HIV is not a death sentence anymore”. It's your duty as a person living in a group where HIV is highly concentrated to know the facts.
9.As you support the right to sexual difference, do at least tolerate differences in how people like to fuck.
10. If you’re HIV+, come out to as many people as possible, not only is this liberating for you, but you'll become a reference point as someone living with HIV for negative people, which will help them stop othering us. Next time your disclosure of HIV+ might not elicit a ”whuuut!?” but ”Cool, I have a positive friend”.
11. Refute and ignore all imperative formulated prevention campaigns for the inevitable moral field that they produce. Saying ”use a condom!” will necessarily infer ”Don't fuck without condom!” and affix positive value to using condom and respectively negative value to not using condom and in consequence the condemnation of fucking without condom.
Montag, 24. Juni 2013
MANIFEST ZU HIV II MMXIII
sorry, dass ich hier kaum noch blogge. sehe gerade, dass ich dümmerweise noch auf schwedisch informiert habe, dass ich so ab august letzten jahres vor allem auf meinem schwedischen blog zu hiv schreibe. ab und zu gibt es jedoch auch einträge auf englisch, z.b. das folgemanifest, das ich heute auf den schwedischen blog gestellt habe. viel spaß beim lesen!
Donnerstag, 6. Dezember 2012
krankheit
betreibe derzeit recherche für den schwedischen blog zum begriff der krankheit, die schone eine zeit lang läuft aber noch vom interview mit peter rehberg in der siegessäule (der dezemberausgabe 2012) angeschubst wurde. ich zitiere: Ein
Problem ist auch, dass die Unterscheidung in gesund und krank nicht
mehr funktioniert. Sicher, Positive sind nicht mehr krank. Aber sind
sie denn gesund, mit einem Virus, das medikamentös in Schach
gehalten werden muss? zitat ende. die deutschen wörter krank und erkrankung geben wenig her, zumindest im duden in rückbezug zueinander. das schöne im krähengesang (wie die redewendung auf schwedisch lautet), ist meine entdeckung eines essays zum aids und guibert, die sich durchs googeln dieser sätze (aus dem freund, der mich das leben nicht gerettet hat) ergab:
"Aids
ist nicht wirklich eine Krankheit, es vereinfacht die Dinge, sie als
eine solche zu bezeichnen, es ist ein Zustand von Schwäche und
Ergebung, welcher dem Tier, das man in sich trug, den Käfig öffnet,
dem Tier, dem ich gezwungenermaßen unumschränkte Vollmacht gebe,
damit es mich verschlingt, daß ich mir lebendigen Leibes antun
lassen muß, was an meinem Leichnam zu tun es sich anschickte, um ihn
zu zersetzen."
("Le
sida n'est pas vraiment une maladie, ça simplifie les choses de dire
que c'en est une, c'est un état de faiblesse et d'abandon qui ouvre
la cage de la bête qu'on avait en soi, à qui je suis contraint de
donner pleins pouvoirs pour qu'elle me dévore, à qui je laisse
faire sur mon corps vivant ce qu'elle s'apprêtait à faire sur mon
cadavre pour le désintégrer."...finde, das deutsch liest sich holprig)
abgesehen von dem typischen fleischligen ausdruck guiberts, ist es bemerkenswert, dass er schon bei der gleichsetzung von aids und krankheit zögerte, während ich lediglich vorhabe, hiv von krankheit abzugrenzen.
Dienstag, 23. Oktober 2012
Mittwoch, 19. September 2012
hivbloggen
sedan augusti bloggar jag tillsammans med ännu bara en till skribent på hivbloggen.blogspot.se (vår målsättning är att det ska vara en sammanslutning av många skribenter som skriver egna kritiska texter om hiv). kommer dock ändå fortsatt att publicera texter här.
eine email; ein ansatz
Sehr geehrter Herr D.!
Ich war vorletztes Wochenende beim Hiv im Dialog und habe mich sehr über einen Punkt gefreut, auf den Sie im Gespräch am Abend in der Runde eingegangen sind, nämlich die Verbindnung zwischen normierender Prävention und Schuldgefühlen bei Hiv-Positiven. Ich bin selber dabei, diesen Komplex zu durchdenken. Ich überlege mir, ob nicht den Normverstoß, den Hiv-Positive durch den zumindest einmaligen ungeschützten Geschlechtsverkehr begangen haben, ein wesentlicher Teil des heutigen Hiv-Stigmas ausmacht.
Im alten AIDS schien dies vielmehr um das Offenbaren, dass der Infizierte wohl einer der schon an sich stigmatisierten Risikogruppen zugehörig war, zu drehen. Innerhalb dieser Gruppe wurde weniger Schuld und Stigma verbreitet, da ja alle im Grunde gleich gehandelt haben (sprich ungeschützten Sex gehabt haben) und ohnehin von dem Stigma als Teil einer Randgruppe betroffen waren. Beispielsweile waren die meisten Schwulen gegen das Stigma, das schwule Hiv-Positive betraf, weil es auf der Grundlage von Schwulenhass fußte.
Durch die Prävention und die soziale Aufwerung betroffener Randgruppen scheint mir wahrscheinlich, dass eine Verschiebung des Stigmas stattgefunden hat, vom Sosein auf das Handeln des Einzelnen. Dieser Veränderung scheint mir sinnvoll, nachzugehen. Außerdem zu untersuchen, inwiefern eine normierende Prävention existiert, und wenn ja, wie und wo sie normierend wirkt, und wie eine Prävension noch auszusehen hat, wenn wir nicht in Kauf nehmen wollen, dass sie sich, wo wir denke ich ziemlich einig sind, in einem Schuldgefühl (durch den oben genannten Normverstoß) und in der Verlängerung im Stigma der Hiv-Positiven niederschlägt.
Wissen Sie, wo eine Auseinandersetzung mit diesem Komplex stattfinden? Wie sieht es aus im akademischen Bereich? Ich kenne selber keine Veröffentlichungen, die dies zum Thema machen.
Viele Grüße,
B. G.
Ich war vorletztes Wochenende beim Hiv im Dialog und habe mich sehr über einen Punkt gefreut, auf den Sie im Gespräch am Abend in der Runde eingegangen sind, nämlich die Verbindnung zwischen normierender Prävention und Schuldgefühlen bei Hiv-Positiven. Ich bin selber dabei, diesen Komplex zu durchdenken. Ich überlege mir, ob nicht den Normverstoß, den Hiv-Positive durch den zumindest einmaligen ungeschützten Geschlechtsverkehr begangen haben, ein wesentlicher Teil des heutigen Hiv-Stigmas ausmacht.
Im alten AIDS schien dies vielmehr um das Offenbaren, dass der Infizierte wohl einer der schon an sich stigmatisierten Risikogruppen zugehörig war, zu drehen. Innerhalb dieser Gruppe wurde weniger Schuld und Stigma verbreitet, da ja alle im Grunde gleich gehandelt haben (sprich ungeschützten Sex gehabt haben) und ohnehin von dem Stigma als Teil einer Randgruppe betroffen waren. Beispielsweile waren die meisten Schwulen gegen das Stigma, das schwule Hiv-Positive betraf, weil es auf der Grundlage von Schwulenhass fußte.
Durch die Prävention und die soziale Aufwerung betroffener Randgruppen scheint mir wahrscheinlich, dass eine Verschiebung des Stigmas stattgefunden hat, vom Sosein auf das Handeln des Einzelnen. Dieser Veränderung scheint mir sinnvoll, nachzugehen. Außerdem zu untersuchen, inwiefern eine normierende Prävention existiert, und wenn ja, wie und wo sie normierend wirkt, und wie eine Prävension noch auszusehen hat, wenn wir nicht in Kauf nehmen wollen, dass sie sich, wo wir denke ich ziemlich einig sind, in einem Schuldgefühl (durch den oben genannten Normverstoß) und in der Verlängerung im Stigma der Hiv-Positiven niederschlägt.
Wissen Sie, wo eine Auseinandersetzung mit diesem Komplex stattfinden? Wie sieht es aus im akademischen Bereich? Ich kenne selber keine Veröffentlichungen, die dies zum Thema machen.
Viele Grüße,
B. G.
Donnerstag, 30. August 2012
Eli Levén: Du bist die Wurzeln, die unter meinen Füßen ruhen und die Erde halten
(Schwedischer Originaltitel: Du är
rötterna som sover vid mina fötter och håller jorden på plats)
Für Kontaktdetails zu den Übersetzern, bitte Emailadresse als Kommentar hinterlassen.
Für Kontaktdetails zu den Übersetzern, bitte Emailadresse als Kommentar hinterlassen.
Heiliger Sebastian, von Pfeilen
gepfählt, gebunden an einen großen schönen Baum. Fast nackt
richtest du deinen Blick nach oben, als würdest du irgendwas über
dir anbeten, als hieltest du den Atem, um zu harren Gottes Hand, die
sich über dich senken wird. Ein Engel kommt von hinten angeflogen
und setzt dir eine Krone auf. Hinter dir tobt ein Krieg. Du trägst
ein Geheimnis in dir: dein Gebet, dein Sehnen, deine Hoffnung. Du
bist circa neunzehn Jahre alt und hast lange braune Haare, die dir
bis zu den Schultern fallen. Gleich lässt du deine Lider hinab und
dein Leben auf der schwarzen warmen Leinwand abspielen.
Sebastian, was geht dir durch den Kopf? Das Leben fließt aus dir heraus und das Blut all deiner Liebhaber ist in deinem. Du denkst daran, wie Fleisch zu Heu wird, Trost und Liebe, die du den Deinen in dunklen, dunklen Räumen gegeben in Nachtclublabyrinthen zum leisen Stöhnen und blau-weißen Flackern von Projektionen und Fernsehern. Wie ihr nach den Wänden und den Schatten getappt habt. Schweißgeruch, Teppichboden und feuchter Keller. Da im Untergrund lebte dein Volk und unter ihnen warst du ein Heiliger. Sie beichteten dir, baten um Vergebung, Menschlichkeit, Wärme, Zärtlichkeit, ein Abenteuer. Du gabst ihnen, wovon sie träumten. In deinen Augen, deinem Geruch war die Geschichte ihrer Sehnsucht. Du knietest vor ihnen nieder, und die Belohnung floss in dich hinein, ein warmer, schmieriger Dank, ein verschwitztes Händeschütteln, ein stilles Bestätigen deiner Göttlichkeit und dass du Zeit deines Lebens Wunder bewirktest. Du kehrtest ihnen den Rücken zu, an eine Hüfte oder Wand gelehnt. Mit einem Mann im Mund öffnetest du dich, spreiztest du dich und ließest dich füllen wie ein leeres Gefäß, ließest deinen Mund mit Tavor, Sperma und Hass vollspritzen, bis sie ihm im Hals stockten.
Sebastian, wo bist du eigentlich? Die Pfeile treiben und bohren sich durch deine Haut in den Baum, deine Arme gefesselt, bereitet dir die Sonne Kopfweh und lässt deine Haut brennen.
Ich erinnere mich, wie du Männer mit deinen braunen Locken den Kopf verdrehtest, deine durchdringenden Augen, dein verlegenes Lächeln, Sebastian, deine Hüften schwangen wie Kirchenglocken in Zeitlupe als du liefst.
Du warst zu zerbrechlich, du warst viel zu viel, Sebastian. Du warst eine Blume, kein Mensch. Wir schaukelten, du und ich, nach der Schule, jene Nachmittage. Wir heulten zusammen auf dem Fußboden deines Vaters, wir lagen da zusammen in einer Pfütze von Tränen, Rotze, Weichkäse und Selbstverachtung.
Als du schriest und weintest und dir in die Hände schnittst mit elf. Ich war da als du Funny Frisch und das Eis herauskotztest, ich schaute zu, als du durchbohrt wurdest, als du deine Haut öffnetest für alle, die hineinwollten, als du ins Kissen bissest, die Bettlaken rot färbtest.
Unsere Leben verschmolzen bis wir nicht mehr wussten, wo du endetest und ich begann.
Es sind nur du und ich, die diesen Moment jetzt teilen, Sebastian. Du wirst jetzt sterben und ich werde mitkommen. Wir werden verreisen; all das hier liegt fernab. Ich werde dich in meine Arme nehmen, Sebastian.
Du fließt aus mir heraus, mein Leben rudert dir entgegen und vermehrt sich in tausenden von Rudern und wir rudern alle zusammen dir entgegen, bis ich nicht mehr weiß, was dein Land und meines ist. Wir werden wie weiche Geschwüre und Milch und Samen und Blut und Wachs sein, wir werden dich abfüllen, Sebastian, dich blähen. Ich werde dir das Herz ausreißen und mein eigenes einsetzen, dein Herz ausreißen und es von allem Fleisch und allen Sehnen befreien. Ich werde deine Hüften an meine binden. Wir werden jeden Tag aufwachen, um uns in die Augen zu schauen, zwei ruhige Meere, zwei Stürme. Ich werde durch deine Lungen atmen, dasselbe Herz, derselbe Sinn in einem ewigen Mitschlaf.
Wir werden wieder zu etwas werden, du und ich, Sebastian. Wir müssen schützen, was uns gehört.
Sebastian, was geht dir durch den Kopf? Das Leben fließt aus dir heraus und das Blut all deiner Liebhaber ist in deinem. Du denkst daran, wie Fleisch zu Heu wird, Trost und Liebe, die du den Deinen in dunklen, dunklen Räumen gegeben in Nachtclublabyrinthen zum leisen Stöhnen und blau-weißen Flackern von Projektionen und Fernsehern. Wie ihr nach den Wänden und den Schatten getappt habt. Schweißgeruch, Teppichboden und feuchter Keller. Da im Untergrund lebte dein Volk und unter ihnen warst du ein Heiliger. Sie beichteten dir, baten um Vergebung, Menschlichkeit, Wärme, Zärtlichkeit, ein Abenteuer. Du gabst ihnen, wovon sie träumten. In deinen Augen, deinem Geruch war die Geschichte ihrer Sehnsucht. Du knietest vor ihnen nieder, und die Belohnung floss in dich hinein, ein warmer, schmieriger Dank, ein verschwitztes Händeschütteln, ein stilles Bestätigen deiner Göttlichkeit und dass du Zeit deines Lebens Wunder bewirktest. Du kehrtest ihnen den Rücken zu, an eine Hüfte oder Wand gelehnt. Mit einem Mann im Mund öffnetest du dich, spreiztest du dich und ließest dich füllen wie ein leeres Gefäß, ließest deinen Mund mit Tavor, Sperma und Hass vollspritzen, bis sie ihm im Hals stockten.
Sebastian, wo bist du eigentlich? Die Pfeile treiben und bohren sich durch deine Haut in den Baum, deine Arme gefesselt, bereitet dir die Sonne Kopfweh und lässt deine Haut brennen.
Ich erinnere mich, wie du Männer mit deinen braunen Locken den Kopf verdrehtest, deine durchdringenden Augen, dein verlegenes Lächeln, Sebastian, deine Hüften schwangen wie Kirchenglocken in Zeitlupe als du liefst.
Du warst zu zerbrechlich, du warst viel zu viel, Sebastian. Du warst eine Blume, kein Mensch. Wir schaukelten, du und ich, nach der Schule, jene Nachmittage. Wir heulten zusammen auf dem Fußboden deines Vaters, wir lagen da zusammen in einer Pfütze von Tränen, Rotze, Weichkäse und Selbstverachtung.
Als du schriest und weintest und dir in die Hände schnittst mit elf. Ich war da als du Funny Frisch und das Eis herauskotztest, ich schaute zu, als du durchbohrt wurdest, als du deine Haut öffnetest für alle, die hineinwollten, als du ins Kissen bissest, die Bettlaken rot färbtest.
Unsere Leben verschmolzen bis wir nicht mehr wussten, wo du endetest und ich begann.
Es sind nur du und ich, die diesen Moment jetzt teilen, Sebastian. Du wirst jetzt sterben und ich werde mitkommen. Wir werden verreisen; all das hier liegt fernab. Ich werde dich in meine Arme nehmen, Sebastian.
Du fließt aus mir heraus, mein Leben rudert dir entgegen und vermehrt sich in tausenden von Rudern und wir rudern alle zusammen dir entgegen, bis ich nicht mehr weiß, was dein Land und meines ist. Wir werden wie weiche Geschwüre und Milch und Samen und Blut und Wachs sein, wir werden dich abfüllen, Sebastian, dich blähen. Ich werde dir das Herz ausreißen und mein eigenes einsetzen, dein Herz ausreißen und es von allem Fleisch und allen Sehnen befreien. Ich werde deine Hüften an meine binden. Wir werden jeden Tag aufwachen, um uns in die Augen zu schauen, zwei ruhige Meere, zwei Stürme. Ich werde durch deine Lungen atmen, dasselbe Herz, derselbe Sinn in einem ewigen Mitschlaf.
Wir werden wieder zu etwas werden, du und ich, Sebastian. Wir müssen schützen, was uns gehört.
1. SPRING
Sebastian tanzt wie ein Schmetterling
in einem Kleid seiner Mutter durch das Wohnzimmer. Die Chormusik
rieselt aus den Lautsprechern des Radios wie Rasierklingen auf die
Haut und reißt sie auf. Das Kleid leuchtet um die Wette mit den
Sommerblumen, die bald rosarot, orange und rot aufheulen werden. Das
Kleid duftet nach der Mutter, Lippenstift und blumigem Parfüm, nach
etwas anderem, fleischigem, modrigem, von innen heraus.
Sebastians Mutter hat ihre Wohnung mit
ihm bekleidet. Schulfotos aus der ersten, zweiten, dritten Klasse
bekacheln die Wände, genau so aus der vierten, fünften, sechsten.
Seine Augen sehen immer weniger verträumt und bodenlos aus, je mehr
sich die Fotos der Oberstufe nähern. Die Ironie will es haben, dass
er als Neunjähriger betäubter aussieht als mit sechzehn, als sich
seine Augen hinter seinen Pony verstecken und nicht mehr zu erkennen
sind.
Er nimmt einen tiefen Zug aus einer
abgenutzten Plastiktüte, die mit dem Raumspray seiner Mutter gefüllt
ist: Refreshing Spa. Seine Sicht
flackert kurz und färbt sich neongrün. Sein Kopf und seine Arme
fliegen nach hinten, die Brust nach vorne, wie bei einem dieser
simulierten Autounfällen. Ihm kommen Bilder, gegen die er
sich nicht wehren kann. Ein verlassenes Haus an den Bahngleisen, in
dem er als Kind wohnte, seine Klassenkameraden dort nackt, eine
Frau, die vor seinen Augen unter einem Ubahnzug in tausend Teile
zerfetzt wird. Das Knacken ihres Brustkorbs als er zerbarst. Weiße
Blitze zischen wie Lilien auf, immer wieder. Er fällt nach hinten in
eine warme dunkle Truhe und greift vergebens nach den Rändern, um
sich nach oben zu ziehen.
Er denkt an seine Jugend, die, genau
wie das Raumspray, bald verbraucht ist. Er inhaliert nochmal, eine
grüne Wolke schwebt ins Zimmer hinein. Er sieht sich selbst mit
blassem ungesundem Gesicht neben sich sitzen, unter der Haut braut
etwas Dunkles auf, das auszubrechen droht, als Risse, als Falten, als
Krampfadern, als Bart, als Narben. Noch ist sein Gesicht prall und
hochmütig strahlend, doch brechen bald die Tage an, in denen sich
sein Wert in BMI berechnen lässt und er die androgynen Konturen
seines Körpers als sein einziges Verdienst anrechnen kann. Noch kann
er Beruhigungsmittel mit Perlwein schlucken, um die übertriebenen,
spastischen Bewegungen zu unterdrücken, er kann sich etwas
schminken, x-beliebig ausgehen und in irgendeiner Ecke Erfolg haben.
Noch gibt man ihm Getränke aus, noch lecken ihn unbekannte Zungen
wie Besen im Ohr. Jede Woche ein paar Stunden Filmriss, er bekommt zu
hören, dass er außerordentlich nett und lustig war. Er wacht
morgens in unbekannten Stadtteilen auf, macht Fotos von seinen
Vergleitern und geht dann nach Hause, um gleichgültig in ausgekotzten
Accessoires abzustürzen, die über dem ganzen Boden verteilt sind.
Denn es hat viele Vorteile, den
Fußboden als Garderobe zu benutzen, will Sebastian behaupten, nie
kann man sonst so gelungene Kleiderkombinationen finden: türkiser
Rock und Strumpfhose, Halskette und Oberteil in derselben Farbe aber
heller und die selben Kleidungsstücke in weinrot, schwarz und
neonrosa.
Die Vorhänge des Zimmers hängen wie
weiße Schleppen, wehen im Wind wie Tuniken oder ein Lendenschutz
ohne Hüften, kaum Hüften oder gar Brüste. Er erhebt sich vom
Fußboden der Mutter auf zittrigen Beinen, wie Bambi auf dem Eis,
bevor er sich auf das Sofa setzt, sich umzieht und in die Stadt
fährt.
Blaumeisen sitzen in den Bäumen vor
Sebastian im hellen Park, sie singen wie geschrien. Alles ist weit
offen. „Oh ja, oh ja“ sagt der Mann unter ihm und wichst seinen
Schwanz in eifrigen Zügen, befeuchtet ihn ab und zu mit seinem Mund.
Es kribbelt unbestimmt im Schritt unter Sebastians Tüllrock. Er
steht an einem Baum angelehnt im Vitabergspark, es ist
Walpurgisnacht. Er denkt an seinen Großvater, der vor einigen
Monaten gestorben ist. Sebastian kam ihn manchmal in Sundsvall
besuchen, wo sie immer zum Schnäppchenparadies fuhren. Sie hatten
nie ein gutes Verhältnis, aber ein Mal hat der Großvater Sebastian
einen alten Schlager im Auto gesungen. Das hatte er nicht mal für
den Vater getan.
Die Blaumeisen singen eine Melodie, die
Sebastian in Träume verschlägt. Alles scheint stehenzubleiben, der
Park und die Menschenmasse drehen sich um die Achse, die jene
wunderbar schönen Vögel bilden. Seine Kunstwimpern wollen wachsen
und sich in einen Zweig verwandeln, auf dem die Vögel sitzen können.
Sie sind ein Riss in der Wirklichkeit, ein Portal, das weiter reicht
als die Hölle, in die sich diese geschlechtslose Maid gebracht hat.
Er ist der Duft von Kaugummi, schlecht lackierten Nägeln und
Achseln, die wie Gräber offen stehen. Er hört eine Stimme in sich,
die Gott oder Ähnlichem gehören muss:
„Denn du bist unmöglich zu lieben,
Sebastian, man liebt deine Hüften nicht, die unbeholfen wippen,
deine schmierigen Haare und kurzen Röcke, du gleichst einer Nutte.
Man muss dich wie einen wild
gewachsenen Baum beschneiden, du bist viel zu viel, es gibt keinen
Platz für dich in deinem hungernden Körper, deine Lungen können
kaum richtig atmen. Du füllst sie nicht mit Luft, so sehr du auch
atmest und Schwänze bläst, als bärgen die Eier Sauerstoffdepots.
Du musst dich stutzen und wiederauferstehen.
Dann wirst du endlich sehen, dass du
einer bist!
Dann wirst du endlich verstehen, dass
du bist ein...
Robbenweib, ein Robbenmädchen, eine
Robbenbraut, die im Winter geboren, wirst du aus dir rausspringen, in
voller Rüstung, stets den Messern nahe, dein ewiges Schitzolachen.
Du bist eine schwarz strahlende Sonne.“
Er spürt wie sich eine Hand in seiner
Unterwäsche in seinen Arsch drängt. Das ist der Freund des
Schwanzlutschers. Ein Fläschchen Poppers fließt in Sebastians Nase
hinein und brennt ein Loch in seine Schleimhäute, er stürzt sich
auf den kalten Rasen. Mascara fließt in Tränen gelöst seine Wangen
hinunter, er weint als kotze er, nach Gnade flehend.
Der Freund entschuldigt sich und leckt
ihn den Hintern wie ein Hund, bevor er seinen Schwanz in ihn
hineinsteckt. Es tut weh, aber er muss auf der Bühne bleiben, wie
ein Wankelmotor den Po wackeln in einem fiebrigen Kaltschweiß,
gebettet auf dem Gras vergangenen Jahres,an diesem sonnigen
Vormittag im April.
Die Wirklichkeit ähnelt unter Tränen
einem widerlichen Monet-Gemälde. Nach einer Weile kommt der
Schwanzlutscher auf Sebastians Rücken und der Freund auf den Rasen.
Sie helfen ihm, sich anzuziehen, reichen ihm eine Kippe und den Rest
einer Cola Light. Sie umarmen sich alle. Die Männer gehen. Bald
treffen sie sich wieder, denn die Welt ist ja so klein!
Er überquert den Rasen, kehrt wieder
zurück zur Decke seiner Freunde, kotzt und trinkt noch ein bisschen,
findet eine Sonnenbrille und knutscht mit einem Mädchen, das ihn
schön findet.
Rings um ihn scheint die Sonne und da
sitzen die Freunde. Es ist ein Park im Frühling. Der Boden ist noch
kalt, aber das spüren sie nicht. Sie werden von der unbarmherzigen
Sonne gebrannt und nur die Zähne bleiben verschont, in einem Lächeln
erstarrt. Der Stoff ihrer Klamotten ist aus Polyester, sie tragen
Halsketten aus Plastik, Gummiarmbänder aus irgendeinem Ramschladen
in der Vorstadt irgendwo. Das Rouge an ihren Wangen ist rosa, rot und
orange. Die Armbänder sind schwarz, die Kleidung schwarz. Die Haare
schwarz und rot. Die Sonne ist weiß. Und da sitzt er. Er schwindet,
er bleibt, er ist ein Andenken.
Sie hören einen fantastischen
80er-Jahre-Mix, als plötzlich der Ewige in Form eines Grufties samt
Schramme am Ellenbogen erscheint. Andreas. Er steht mit einem Bein
vor dem anderen gekeilt und den Blick in die Ferne gerichtet. Er
sieht aus wie in einem alten Schwarzweißfilm, seine Silhouette
zeichnet sich gegen den Himmel ab. Die dunkelgrünen mandelförmigen
Augen leuchten kalt, allzu stark. Aus seinem Mund steigt ein
graulilaner Rauch. Er schluckt hin und wieder, der Adamsapfel wippt.
Er ist weder sonderlich groß, noch irgendwie besonders, aber er
lenkt alles Treiben auf sich. Sebastian sieht sich in ihm gespiegelt,
seine Oberschenkel, seinen Bauch, sein Kinn, seine Schultern. Andreas
wendet sein Gesicht Sebastian zu, während der Park sich leert,
Sonnenlicht zu Mondlicht und die Luft rau und kalt wird.
Andreas wendet sich ab und geht,
Sebastian folgt ihm aus geringer Entfernung. Er bleibt stehen, wenn
er stehenbleibt, wenn er irgendetwas vom Boden aufhebt, wenn er auf
Bierdosen tritt. Er geht labyrinthartig um das Gebüsch herum, bleibt
an einer großen Tanne stehen, schaut seine Hände an. Der Park ist
menschenleer.
Sebastian hat seit langem nicht
gesprochen, die Stimme kratzt:
„Hallo“
Andreas erstarrt. „Was hast du
gesagt?“ fragt er und schaut ihn hart an.
„Ich habe nur hallo gesagt, gehst du
auf die Party nachher, oder...?“
„Mmm, vielleicht.“
Etwas später sitzen sie auf Andreas'
Bett, er schweigt, lässt davon ab, den Pony aus Gesicht und Augen zu
ziehen. Er versucht, eine Flasche mit den Zähnen zu öffnen, er
riecht nach Schweiß und Leder. Sebastian gleitet mit der Strumpfhose
auf dem Laminat herum. Der sieht aus wie ein grauer Fluss, hier und
da kleine Inseln und Felsen, Flecken, die sich nicht mehr entfernen
lassen, nicht mal wenn man sich hinkniet und mit einer Wurzelbürste
kratzt.
Die Jungs, oder was auch immer sie
sind, haben sich schon mal getroffen. Es sind nun zwei Jahre her.
Auch in einem Park. Sie tranken Bier aus kleinen Glasflaschen.
Sebastian saß zu seiner linken mit einer Freundin.
Andreas fragte sie: „Wieso siehst du
aus wie 'ne scheiß Fotze im Gesicht?“ Sie war wütend und schrie
etwas zurück. Sebastian sagte ihm: „Guck dich doch an, du Mongo.“
Andreas zielte mit einer Flasche auf ihn.
Jetzt erzählt Andreas, dass er gedacht
habe, Sebastian vor einem Jahr gesehen zu haben, jemand anderes mit
lockigen roten Haaren; er habe Angst bekommen. Jetzt lächelt er
weißer als seine weichen Bartstoppeln, sie ähneln Fischerleinen.
„Sebastian, schau dir das an“, sagt
er und wechselt das Thema. Er steckt die Flasche in den Nabel, dass
der Kronkorken steckenbleibt. Sebastian lacht lauthals, greift nach
Andreas Gürtel und zieht ihn zu sich, reibt sich gegen seinen
weichen Bauch, die Kappe raspelt gegen seine Wange und fällt zu
Boden. Er spürt Andreas Geschlecht hinter dem Hosenschlitz, es ist
weich gegen sein Schlüsselbein.
Andreas legt eine Schallplatte auf,
sie knistert wie ein Feuer. Sie reden dann die ganze Nacht im Feuer.
Eine Tür knallt hinter Sebastian zu.
Sie schlafen bis es wieder Abend ist.
Die Luft ist klar, die Geschäfte geschlossen und einige Bars und
Pizzaläden auch. Als sie an die frische Luft kommen packt es
Andreas. Er springt auf und ab, in Beeten und auf Fahrradgestelle. Er
springt an die Tunnelwand auf dem Weg zur Ubahn. Sebastian lacht.
Sie klettern an einem Baugerüst hoch,
auf das Dach eines Hauses im Bau, der Wind weht so stark, dass die
türkise Schutzhülle sie wie Tüllschleier umwirbelt.
Die Autobahn erscheint endlos und
dröhnt, in der Ferne liegt ein Tannenwald, der vor dem Horizont zu
Ende geht.
„Sag mal, tanzt du Tango?“ fragt
Sebastian, als sie auf dem Dach stehen. Er greift Andreas um die
Hüfte und führt Andreas' Hand auf seine Schulter. Andreas schließt
die Augen, soll die Knie entspannen. Sebastian führt Andreas nach
hinten, sie schweben. Bleiben stehen. Sebastian führt sein rechtes
Bein zwischen Andreas' Beine und wirft ihn nach hinten. Andreas sieht
die Welt auf dem Kopf, seine Lederjacke rutscht hoch. Sebastian kann
dem weiten Feld weißer Haut nicht entkommen, das sich unter ihm
öffnet, ein Abgrund, Andreas' Bauch.
Sie steigen hinab vom Dach und rennen
um die Wette; einem Scheinwerferturm auf dem Parkplatz eines
Baumarkts entgegen. Sebastian ist zuerst da und fängt an
hinaufzuklettern. Andreas folgt und klettert unbeholfen bis dahin, wo
sich der Turm zuspitzt. Sebastian klettert weiter und rutscht in
seinen Ballettschuhen die Stange entlang.
„Okay, du hast gewonnen“, schreit
Andreas und fängt an, vorsichtig herunter zu klettern.
Sebastian tut so als ob er ihn nicht
hört, klettert weiter und rutscht ab aber hält sich noch fest. Ihn
befällt kurz ein Zittern, aber er macht weiter, Ellie klettert immer
am höchsten, denkt er. Sie hat nie Angst.
„Komm runter, Sebastian, ich hab'
echt Schiss“ schreit Andreas himmelwärts und seine Stimme bricht.
Sebastian erreicht die Spitze des
Scheinwerferturms.
Er kann nicht höher klettern.
Er sieht auf den Wald und die Stadt
hinaus und atmet schwindelig ein.
Freitag, 24. August 2012
tolkningsföreträde
Jag skummar igenom texterna på
RFSL:s blogg hivisverige
samtidigt som jag pillar med annat, chattar, ser på ngt klipp; den
är rikligt fylld med plattityder med bara få undantag. Jag kommer
att tänka imperativet i mitt hivmanifest, att vi, särskilt
hivpositiva, bör tala mer om hiv, och kommentaren från en kompis:
att vi redan talar nog om hiv, problemet är snarare att nivån och
spetsen på det talade är beklämmande.
Beklämmer och
rycker mig ur mitt multitaskande gör en text
av Nicklas
Dennermalm. Han beskriver det skede då en av hans vänner får ett
positivt hivbesked och de sociala orosmoment som denne upplever.
Slutledningen
lyder att hiv inte är som vilken infektion som helst. ”Dammit!”
Skulle man säga emot honom: ”I dare you.”.
Utsagan
att hiv inte vore ”[...] som andra infektioner” framträder
snarast föreskrivande än beskrivande med de hotande
(kraft)uttrycken och valet att inte samtidigt tillägga: men jag
önskar att det en dag vore en infektion bland andra. Jag undrar,
önskar Dennermalm att hiv förblir en infektion med särstaus? Vem
vore betjänt av det?
Konspiratoriska
röster i mig antyder att han ju är hivpreventionist och kanske på
något plan vill värna hiv-stigmats avskräckande värde, för trots
allt är hiv-preventionens ändamål ändå att minska nyinfektioner
(motorn i ”risksamhället” sägs ju vara ”jag är rädd!”).
Tas hiv för lättvindigt, kanske det inträffar, kan man
argumentera. Alltså bäst att behålla skräckbilden av hiv. Men vem
fastslår vad som är lättvindigt och huruvida en infektion är som
alla andra?
Mycket
mer troligt dock vill Dennermalm med sin text visa respekt för
hivpositivas upplevelser. Denna respekt skulle jag däremot se i att
lämna tolkningsföreträdet för hur en hivinfektion upplevs (som
hot, sorg, belastning, etc) till den hivpositive, då denne
naturgivet är den som fenomenologiskt står närmast upplevelsen att
vara smittad. Kanske är den arg, ledsen, eller känner inget
särskilt. Vi är olika; hivpositiva är olika. Detta måste beaktas.
Faran består annars i att när man alltför starkt antar, liksom
fastslår, att hivpositiva behöver stöd, ja, då behöver de stöd
just eftersom man på så sätt gör beskedet till något som man
behöver stöd för. Vi uppför oss i viss mån som det förväntas
av oss. Dessa förväntningar bör lämnas därhän, samtidigt som
ett värdigt bemötande självklart tillstår varje patient, vilken
sjukdom det än handlar om.
Att
Dennermalm outar sig som hivnegativ (”Och skulle jag någonsin
skulle (sic!) testa positivt för hiv”)och ändå menar sig ha rätt
till detta tolkningsföreträde till om vad en hivinfektion är,
sätter texten i ytterligare preskriptiv dager. Jag undrar återigen:
varför? Varför lämnas ohyggliga vittnesmål (”[B]ögen som blir
ratad på krogen för 500:e gången när han berättar att han är
hivpositiv. […] [H]ivpositiva som fyller ut ansiktet för att de
inte ska se tärda ut. […] [A]lla som letar efter den mest diskreta
dosetten och tar sina mediciner i hemlighet eller känner sig
tvingade att ljuga för sin familj och sina vänner”) utan att
samtidigt göra det uppenbara att beklaga dem? Att låta dem stå
oemotsagda leder till att Dennermalm, hur mycket jag än hoppas på en
motsatt avsikt, befäster ett status quo kring hiv. Dessutom
inskärper han allvaret i att på något sätt avvika från hans
tolkning av hiv, att hiv är och, som det verkar, bör förbli en
särstämplad infektion. Bör vi inte istället söka efter andra
berättelser som faktiskt utmanar denna förhärskande bild? De finns
där, jag vet det. De om några skulle skänka samtalet om hiv den
udd och flerstämmighet som den så trängande behöver. Det hårt tuktade
klimatet i hiv-diskursen måste öppnas upp, för att släppa in och fram
sådana bidrag.
Så: Dennermalm, lyft på sanktionerna, dammit! Överge tolkningsföreträdet. I dare you.
Så: Dennermalm, lyft på sanktionerna, dammit! Överge tolkningsföreträdet. I dare you.
Mittwoch, 4. Juli 2012
sonderar den akademiska terrängen
Hej,
jag är germanist/lingvist men har börjat inrikta mig mer på ämnet hiv och skulle vilja slå mig in där även akademiskt, att kritiskt undersöka konstruktionen hiv i queerteoretisk anda. Dock känner jag knappt till denna inriktning inom uni. Jag tycker Susan Sontag och Tim Dean har skrivit bra om ämnet, men känner tyvärr inte till något från Sverige, förutom i andra än humanvetenskapliga diskurser (främst förstås medicinska men även sådana med public health approach), vilka inte egentligen intresserar mig. Min fråga till dig, som den väl absoluta förgrundsgestalten inom svensk queerforskning (som jag på alla sätt beundrar), är var du tror mitt intresse skulle låta sig studeras? Om du visste något eller kunde hänvisa till någon skulle jag verkligen uppskatta någon om än liten vägledning.
Vänligast,
Hej och tack för
de uppskattande orden. Hiv är inte mitt
ämne, men jag färeslår
att du läser David Halperins bok 'What do gay men want?'. Där får du en
queerteoretisk text om begär i alla fall, som också behandlar delar av diskursen
kring hiv. Jag tror att du kommer att kunna hitta intressanta trådar som du
sedan kan spinna vidare på.
Manga halsningar,
Herr K
Hej, att du läser David Halperins bok 'What do gay men want?'. Där får du en
queerteoretisk text om begär i alla fall, som också behandlar delar av diskursen
kring hiv. Jag tror att du kommer att kunna hitta intressanta trådar som du
sedan kan spinna vidare på.
Manga halsningar,
Herr K
ja, jag ska kolla in den även om, om jag inte minns fel, den snarare har ett hiv-preventivt perspektiv som ibland tyvärr kan slå över i en patologiserande diskurs gentemot hivpositiva. Men jag ska läsa den, om inte annat kan det vara något jag skulle kunna ta avstamp ifrån i en kritik. Tack.
Mvh,
---
Visst, jag var säkert otydlig i min frågeställning; den var vitt hållen. Frågan var ju hur hiv konstrueras, dvs. hur snarast den hivpositive (vilken om något borde vara måltavla för hiv-projektioner?) konstrueras, inte ngn sorts djupare begärsundersökning i varför folk har oskyddat sex, vad som väl kan ha gått snett där (här kan jag dra fram Phil C Langer som forskar på Freie Uni i Berlin som exempel. Han menar i sin Beschädigte Identität : Dynamiken des sexuellen Risikoverhaltens schwuler und bisexueller Männer, att hivsmittade hbt-män skulle ha en ”skadad identitet”, att man måste verka mot homofobi, eftersom det är denna i internaliserad form som vore en avgörande del i att hbt-män utsätter sig för risk för hivsmitta. Alltså der han företräde för tolkningen att utsättande för hivrisk skulle vara ett sorts självdestruktivt beetende. I Tim Deans Unlimited Intimacy: Reflections on the Subculture of Barebacking nämns en liknande åsikt av en ”känd genusteoretiker” som reaktion till hans monografi, att oskyddat sex skulle vara ”gay men creating death camps for themselves” (S.3). Alltså: Hivpositivitet som resultat av patologiskt beteende, risktagande som något sjukligt, vars bevekelsegrunder måste studeras för att sedan botas).
Problemet med en sådan ingång är, att man antar att handlingen oskyddat sex hos bögar, med relativt hög risk för hiv, är något suspekt, då en sund människa förmodas eftersträva att inte smittas med hiv och därför framgångsrikt alltid väljer att ha skyddat sex. Allt annat vore irrationellt och måste undersökas närmare, så att man kan hjälpa dem, som fortfarande är fast i denna irrationalitet.
Detta förutsätter oskyddat sex som något i sig felaktigt och avvikande, vilket man i dessa studier undersöker som patologi. Man uppställer genom ett sådant tänkande normer för sexuella handlingar, där normbrottet blir att ha oskyddat sex och således att bli hivpositiv. Normbrott tenderar att laddas med skuld och sedan skam, vilket är en möjlig grund för det hivstigma som vi ser idag. Blir man smittad idag, uppdagas nämligen ett sexuellt ickenormativt beteende, jämfört med på 80-talet, då det vid ett hivpositivt testbesked handlade om att uppdaga en ickenormativ och således skambelagd identitet: homosexuell, droganvändare, prostituerad.
Det är i grunden en, om än omedveten, serofob (jag
använder här begreppet analogt med homofobi, serofobi alltså:
hiv-fientlighet) inställning,eftersom en hivpositivs intresse
gentemot sig själv inte kan vara att inte smittas med hiv (den är
ju redan det). Prevention i meningen förhindrande av ny smitta,
tjänar i sitt väsen hiv-negativas intressen. Att förknippa hiv med
prevention är således att välja hivnegativas intressen framför
hivpositivas. Detta ignorerar hivpoitivas intressen och är därför
serofobt.
Just denna vändning anser jag är en ofrånkomlig del i hivpositivas emancipation. Detta går i linje med det poststrukturalistiska credot, att sluta tala om subjektet utan låta subjektet själv tala, om än ställföreträdande som ett talande ur subjektet. Att tala om subjektet skapar nya projektioner och främmandegör ett redan alienerat subjekt, medan att låta subjektet tala motverkar dessa tendenser och i sig verkar för att dekonstruera konstruktioner och främmandegöranden. Det var snarast detta som jag menade med min frågeställning.
Montag, 25. Juni 2012
"im schatten eines gesetzes"
http://www.tidningenkomut.se/2012/03/i-skuggan-av-en-lag/
ich im interview zur schwedischen hiv-gesetzesgebung in schwedischer schwullesbischer zeitschrift ("kom ut") aus der märzausgabe mit dem titel "im schatten eines gesetzes".
this is an interview on the swedish hiv-legislation in which i took part in january 2012 for the swedish lgbt-magazine "kom ut" entitled "in the shadow of the law".
ich im interview zur schwedischen hiv-gesetzesgebung in schwedischer schwullesbischer zeitschrift ("kom ut") aus der märzausgabe mit dem titel "im schatten eines gesetzes".
this is an interview on the swedish hiv-legislation in which i took part in january 2012 for the swedish lgbt-magazine "kom ut" entitled "in the shadow of the law".
Sonntag, 24. Juni 2012
running through the love parade anno 2012
hat zu anfang mega viel spaß gemacht! laufen. auf freunde treffen. das plakat umändern. wurde aber während der parade dumm angemacht von einer gruppe die ich als mein fanclub wähnte. ich wurde dann mit "na viel spaß mit deiner hiv-infektion" beglückwünscht, wo ich erst 10 sekunden danach kapierte, was sie eigentlich gesagt hatten, ihre beleidigung erkannt hattte. die obertrottel sind dann beschämt zurück zu mir gekommen für eine entschuldigung, worauf ich jedoch lediglich in der lage war zu sagen: "geht zurück nach brandenburg, ihr seid zutiefst hassenswert".
am ende des umzugs staute sich immer mehr ein starkes gefühl des nicht zu überwindenden otherness auf und ich musste das plakat bei einer freundin stehenlassen und als vorgespiegelter hivneg in fanny und alexander-outfit wieder nach hause fahren und zu mir kommen.
verstehen und überwindung des otherness/othering wird mein nächstes unterfangen sein. und dann, venture to the stars!
danke les deux mecs für die bilder: http://www.2mecs.de/wp/?p=5633
Dienstag, 5. Juni 2012
Begreppet bromsmedicin: kommentar.
Vilka ord använder vi när vi talar om hiv och med vilka andra föreställningar och laddningar är de sammanflätade? Nedan en kommentar till min text "Begreppet bromsmedicin" av Walter Heidkampf:
http://blog.qruiser.com/hivdiva/148912/risk-chanser--mojligheter
http://blog.qruiser.com/hivdiva/148912/risk-chanser--mojligheter
Sonntag, 3. Juni 2012
hiv in der populärmusik 3; new order - 1963
schlüsselausschnitte aus dem liedertext:
"It was January, 1963
When Johnny came home with a gift for me
He said I bought it for you because I love you
And I bought it for you because it's your birthday, too"
"He told me to close my eyes
My gift would be a great surprise
I saw tears were in his eyes
He never meant to hurt me
Oh, God, Johnny, don't point that gun at me
There's so many ways our lives have changed
But please, I beg, don't do this to me
Johnny, don't point that gun at me
Can I save my life at any price?
For God's sake won't you listen to me?"
"And though he was ashamed that he had took a life
Johnny came home with another wife
And he often remembered how it used to be
Before that special occasion, 1963"
geht auch auf den legendarischen mitbegründer der ebenfalls legendarischen "Diseased Pariah News", Beowulf Thorne, zurück, der sein geschlechsteil zuweilen beschrieb als “I’ve Got the Danger Penis” bzw. “This Gun Shoots Death.”
"It was January, 1963
When Johnny came home with a gift for me
He said I bought it for you because I love you
And I bought it for you because it's your birthday, too"
"He told me to close my eyes
My gift would be a great surprise
I saw tears were in his eyes
He never meant to hurt me
Oh, God, Johnny, don't point that gun at me
There's so many ways our lives have changed
But please, I beg, don't do this to me
Johnny, don't point that gun at me
Can I save my life at any price?
For God's sake won't you listen to me?"
"And though he was ashamed that he had took a life
Johnny came home with another wife
And he often remembered how it used to be
Before that special occasion, 1963"
geht auch auf den legendarischen mitbegründer der ebenfalls legendarischen "Diseased Pariah News", Beowulf Thorne, zurück, der sein geschlechsteil zuweilen beschrieb als “I’ve Got the Danger Penis” bzw. “This Gun Shoots Death.”
Montag, 21. Mai 2012
Begreppet bromsmedicin
Käre Robert
Jacobsson från Ligga
med P3,
jag lyssnade på dig
den första december 2011 när du upplyste om hiv/aids i din
”hivskola”
(http://sverigesradio.se/api/radio/radio.aspx?type=db&id=3608154&codingformat=.m4a&metafile=asx
). Jag slogs av din goda avsikt tillsammans med din bristande insikt,
som du uppvisade där. Det handlar om begreppet bromsmedicin. Du
målar upp en bild av hiv, där tillväxten av virus hämmas av
bromsmediciner men med det likväl oåterkalleliga slutsstadiet aids
hotande i horisonten. Samtidigt bör vi, understryker du,
”tillsammans ta reda på mer om hiv”, eftersom ”personer som
lever med hiv i sverige idag ständigt möts av okunskap och fördomar”.
För mig är bromsmedicinsbegreppet just en sådan okunskap förpackad
i ett ord som vi bör ta reda på mer om för att arbeta mot fördomar
kring hiv. Begreppet bromsmedicin tvingar oss nämligen fast i en
föreställning om hiv som tillhör aidsåren, det förgångna, och
skymmer blicken för vad det innebär att vara hivpositiv idag.
Jag läser Hervé
Guiberts À l'ami
qui ne m'a pas sauvé la vie
(svensk titel: Till vännen
som inte ville (!)
rädda mitt liv) i dagarna, där
författaren berättar om behandlingen av sin aids under slutet av
80talet:
"Mittlerweile verzögert man sie [die schwersten Attacken: Pneumocystis, Toxoplasmose] mittels Verschreibung von azt" (s. 11, tysk översättning, Rowohlt 1991). Jag vet inte hur Anders Bodegård översatt det till svenska, men jag skulle gissa på liknande: ”numera fördröjer man dem [de svåraste attackerna: pneumocystis, toxoplasmos] genom att skriva ut azt”. Detta beskriver med ett typiskt exempel aidserans bromsmediciner och dess verkningar: att minska farten något av ett fortsatt insjuknande mot en säker död. Istället för att redan imorgon kanske ådra sig lunginflammation och dö av dess verkningar, ja, då kunde bromsmedicinen förskjuta detta några veckor, månader, år. Men tidsbanan gick inte att rubba: målet var oundvikligt, bara hastigheten kunde inbromsas. (Susan Sontag talar i AIDS and its metaphors om en dåtida föreställning om hiv som ett inbyggt 'trajectory' (tidsbana) mot en säker död, fastän man på den tiden, 1988, ännu inte visste, att ett positivt hivbesked definitivt ledde till döden).
"Mittlerweile verzögert man sie [die schwersten Attacken: Pneumocystis, Toxoplasmose] mittels Verschreibung von azt" (s. 11, tysk översättning, Rowohlt 1991). Jag vet inte hur Anders Bodegård översatt det till svenska, men jag skulle gissa på liknande: ”numera fördröjer man dem [de svåraste attackerna: pneumocystis, toxoplasmos] genom att skriva ut azt”. Detta beskriver med ett typiskt exempel aidserans bromsmediciner och dess verkningar: att minska farten något av ett fortsatt insjuknande mot en säker död. Istället för att redan imorgon kanske ådra sig lunginflammation och dö av dess verkningar, ja, då kunde bromsmedicinen förskjuta detta några veckor, månader, år. Men tidsbanan gick inte att rubba: målet var oundvikligt, bara hastigheten kunde inbromsas. (Susan Sontag talar i AIDS and its metaphors om en dåtida föreställning om hiv som ett inbyggt 'trajectory' (tidsbana) mot en säker död, fastän man på den tiden, 1988, ännu inte visste, att ett positivt hivbesked definitivt ledde till döden).
På detta sätt använder
man idag begreppet bromsmedicin för andra sjukdomar. För ALS,
MS och Parkinsons finns bromsmediciner, som skjuter upp en redan säker död.
MS och Parkinsons finns bromsmediciner, som skjuter upp en redan säker död.
Det må vara sant att de
moderna hivmedicinerna i någon mening fortfarande också fungerar
bromsande genom att de hämmar tillväxten av virus, ja, i princip
kväser den till det icke-mätbara (där man i Sverige fortfarande
vägrar erkänna att hivpatienter med fungerande medicinering inte
längre smittar). Man talar även om en normal levnadsförväntan.
Metaforen av ett
bromsande, som en gång fanns vad gällde aids, är för ALS, MS och
Parkinsons fullständig (förskjutande av insjuknandet med nära
säker död), men inte längre för hiv. För: Var är farten som med
minskad hastighet leder fram till målet? Med tillgång till dagens
hivmediciner leder inte hiv till aids, inte heller långsammare,
utan: inte alls.
Man skulle kunna
argumentera för en annan förståelse av bromsning: en sorts
bromsning till totalt avstannande. Som en parkeringsbroms. Hiv skulle
då kunna liknas vid ett fordon parkerat i sluttning, men orörlig.
Skulle man då
istället kunna tala om stoppmedicin? Nej, egentligen inte, eftersom
hivviruset förblir i kroppen, om än omätbart, osmittsamt och
berövat sin immunförsvarsnedbrytande aktivitet. På många sätt
undandrar sig dagens hivmedicin aidstidens bildspråk, varför det är
så olyckligt att fortfarande använder sig av det i svenskan. Hiv är idag,
som klyschan säger: ”ingen dödsdom”. Varför då hålla fast
vid ett begrepp som delvis förutsätter denna dödsdom? På andra
språk används vardagligt mer exakta begrepp: antiretroviral
medicin; kombinationsterapi
(läkemedel mot hiv är sammansatta av flera aktiva substanser);
hivmedicin. På fackspråk: haart eller art.
Ifall vi är eniga om att bromsmedicin inte längre kan beteckna dagens hivmediciner, bör
vi då söka efter andra bilder för att belysa och tillgängliggöra
dem? Nja. Bilder kan förmedla förståelse på ett effektivt sätt,
fast med risken att utesluta något, framhäva saker ur proportion,
osv. Ju fler bilder som sätts in som budbärare däremot, desto
mindre är denna risk. Medicinspråket är i sig redan denna
bildskatt, som kommer till användning i all populärvetenskaplig
medicinsk litteratur och således i förklaringen av antiretroviral
medicin, kombinationsterapi och
hivmedicin. Förklaringen
blir alltefter medicinens utveckling rörlig och inte fastlagd på en
enda bild: att bromsa. Hur torrt det än må förefalla, är denna
väg att föredra, då missförstånden minskar och priset för dessa
alltid måste betalas av de hivpositiva.
Begreppet bromsmedicin
leder den oinvigde till att tro att de mediciner som en hivpatient
tar endast bromsar upp infektionen, men till sist ändå leder till
aids och därefter döden. Genom att använda det ordet, även om det
inte är ens avsikt, ökar man okunskapen och därmed stigmat kring
hiv.
Jag håller med dig,
Robert: vi borde alla tillsammans ta reda på mer om hiv. Vi skulle
då upptäcka hur dagens hivmediciner fungerar och kritiskt
ifrågasätta det fortsatta berättigandet i begreppet bromsmedicin.
Jag önskar att du gör det, att Sverige gör det.
Dienstag, 17. April 2012
hiv in der populärmusik 2; hidden cameras - a miracle
das ganze album ist wahrhaftiges gold. anhören wird empfohlen.
Donnerstag, 5. April 2012
Sonntag, 24. Juli 2011
souveränität zweiten grades
als nachtrag oder ergänzung zum manifest möchte ich über strategien bei der ablehnung etwas hinzufügen, was sich durch den begriff der 'souveränität zweiten grades' erklären lässt. im grunde geht es darum, das eigene kontrollbedürfnis über reaktionen anderer aufzugeben, um mut zu finden, sich einer situation potentieller ablehung auszusetzen. es verfolgt den gedanken, das selbststigma durch das überprüfen der vermuteten ablehnung und schlechter bewertung überwinden zu können. deswegen sind solche auseinandersetzungen mit anderen unabdingbar, da nur diejenigen, von denen man ablehnung befürchtet, beweisen können, dass sie es eben nicht unbedingt tun würden. m.e. ist dieser mut um so schwieriger zu finden, je mehr man am glauben festhält, die reaktion des anderen in bestimmten situationen beeinflussen zu können. wissenskontrolle um die eigene infektion sei hier ein stichwort. man sollte erkennen, dass man keine reine, pure, ausschließliche souveränität im umgang mit anderen erlangen wird, weil es immer wieder zu dummen situationen kommen kann und dass die reale welt lange zeit noch derart aussehen wird. aber man kann, glaube ich, nicht ausschließlich diese ohnmacht fühlen, sondern die ohnmacht in eine erkenntnis transformieren, die ohnmacht integrieren, sie zu einem bestandteil von einem selbst machen und darin zu einer souveränität zweiten grades kommen. eine souveränität, die immer ob der eigenen schwäche weiß, die so in eine stärke umgewandelt wird.
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